Ehrenvorsitzender Manfred Beier

Daten
Fakten
Anekdoten

Aus dem politischen Leben von Manfred Beier
zum 30jährigen Amtsjubiläum
als SPD Ortsvereinsvorsitzender
in Ganderkesee


Eintritt in die SPD am 1.05.1967

Bereits im Januar 1968 Wahl zum Ortsgruppenvorsitzenden in Bookholzberg.

Da die Jubilare, die nicht zur offiziellen Jubilarehrung konnten von den Ortsgruppenvorsitzenden geehrt wurden, war für Manfred klar, nicht zwischen Tür und Angel. Dieses ist etwas ganz besonderes. Er überredetet Heide Koteletts zu Braten. Wer Heide kennt, weiß das es Überredungskunst bedeutet das Sie so etwas mitmacht. Kurz entschlossen lud Manfred alle Jubilare, die Presse und Heinrich Müller zu sich nach Hause ein. Da die häusliche Veranstaltung bei den Beiers mehr Presserummel machte wie die offizielle Jubilarfeier gab es einige Verwirrung bei den Genossen aus dem Ortsverein.

Zwei Jahre später, am 16. Januar 1970 wählte der SPD Ortsverein Ganderkesee Manfred Beier zu ihrem Vorsitzenden bei Auffarth in Bissen.

1972 zeigte Manfred das erste Mal sein strategisches Talent, er erfand das sog. Ganderkeseer Modell. Die drei Bürgermeister gingen an alle im Rat vertretenen Parteien SPD, CDU und FDP. Die Mehrheiten wurden je nach Fall wechselnd gesucht.

Auf einem Bezirksparteitag fiel Manfred Beier den Delegierten durch markante Reden auf. Er erhielt das Beste Ergebnis als Delegierter zum Bundesparteitag, den er 1972 in Dortmund für den Bezirk Weser- Ems wahrnahm.

Kurz vor dem Bundesparteitag in Hannover, wählten ihn die Delegierten des Unterbezirks 1973 zum Unterbezirksvorsitzenden.

1974 wurde Manfred Beier in das höchste Gremium berufen, die Bundesversammlung, damals noch „grün“ mit den liberalen, wählte er natürlich Walter Scheel zum Bundespräsidenten.

Auf dem Mannheimer Parteitag 1975 platzte ihm nach langem Streit zwischen den linken und rechten Flügeln der Partei der Kragen. Der „kleine Delegierte aus Weser Ems“ (wie er sich selbst Bezeichnet) ging zum Podium; oben saßen Philippe Gonzales, der Österreichische Bundeskanzler Kreisky, Willy Brandt, Herbert Wehner, Helmut Schmidt, u. v. Andere. Durch Manfred´s Kopf ging nur: „Nicht nach Links oder Rechts gucken, nur gerade aus“. Auf einem Zettel hat er sich den Kurzen Satz geschrieben: „Augen zu und durch“. Das war’s. Die Schlagzeile am nächsten Tag in der Bildzeitung: Der Junge Delegierte Manfred Meier aus Weser Ems traf die Stimmung der Genossinnen und Genossen“. Die Zeit schrieb einen Kolumne auf der ersten Seiten über den jungen Delegierten Manfred Beier aus Weser Ems. Es folgten Fernseh- und Radio Interviews.

Dieser Parteitag war das politische Schlüsselerlebnis von Manfred Beier.

Denn er gehörte für den Bezirk Weser Ems der Kommission im Bund an, die den Orientierungsrahmen´85 miterarbeitet hat und dieser Orientierungsrahmen sollte 10 Jahre gültig sein.

Er wurde in Mannheim (zwar mit Änderungen, aber) beschlossen.

Nach dem Parteitag wurden die Mitglieder der Kommission von Willy Brandt in Bonn in der Berliner Landesvertretung zu einem Empfang eingeladen.

Manfred jung, langhaarig und im alten Fellmantel aber mit dem eigenen noch älteren VW-Käfer in Bonn angereist, mochte seinen „zerfledderten“ Koffer nicht dem Pagen im Hotel anvertrauen, weil er sich nicht unbedingt wohlfühlte.

Der Empfang wurde für den jungen Manfred Beier ein Riesen Erfolg, Jochen Vogel war auf den jungen Weseremsler auf dem Parteitag aufmerksam geworden und wollte seine Adresse. Natürlich saßen die Beier´s neben Vogels, und nachdem es in der Landesvertretung immer enger wurde, saß Heide Beier irgendwann auf dem Schoß von Jochen Vogel.

Seit 1976 ist Manfred Beier Abgeordneter im Kreistag des Landkreise Oldenburg.

1978 wurde der SPD Ortsverein Ganderkesee 75 Jahre alt, Manfred Beier hat die Genossinnen und Genossen ermuntert, ein Buch über die Geschichte des Ortsverein zu schreiben. Drei Jahre Vorbereitung waren nötig um das Buch zu erstellen. Viele Stunden verbrachte Manfred in den Archiven der Zeitungen und interviewte „alte“ Genossen. Es entstand ein Werk auf das noch heute oft zurück gegriffen wird. Zur 75Jahrfeier empfing Manfred den damaligen Landesvorsitzenden Karl Ravens.

1979 trat der damalige Bundestagsabgeordnete Heinrich Müller aus Nordenham nicht mehr zur Wahl an. Hier war wieder DER Stratege Manfred Beier gefragt, eine oder einen geeigneten Kandidaten zu finden. Es gab drei Bewerber, Manfred entschied sich für die Frau im Trio, und damit war eigentlich schon klar wer die Nachfolge von Heinrich Müller antrat. Margitta Terborg war eine intelligente, junge und durchsetzungsfähige Frau gegen die jeder andere Bewerber „blaߓ aussah. Margitta machte mit Manfred an Ihrer Seite das Rennen, und war 18 Jahre im Deutschen Bundestag.

Selbst unser heutiger Bundeskanzler Gerhard Schröder griff auf den Strategen Manfred Beier zurück.

Bei Beiers im „kl. Häuschen“ so Schröder wurde beschlossen das ich Ministerpräsidentenkandidat werde. Der Unterbezirk Oldenburg Land, sprach sich als erster Unterbezirk für Gerhard Schröder und damit gegen Anke Fuchs als Kandidat aus.

1986 fiel Schröder zwar durch, 1990 wurde er aber (mit der Hilfe von Manfred Beier) Ministerpräsident.

1997 erhielt Manfred Beier auf einem Bezirksparteitag von Gerhard Schröder die höchste Auszeichnung der Sozialdemokraten, die Willy-Brandt-Medaille und den Ehrenbrief der SPD.

Von 1969 bis 1997 war Manfred Beier ununterbrochen Mitglied im Bezirksausschuß der SPD Weser-Ems.

1999 war ein nächstes „High Light“ der erste hauptamtliche Bürgermeister wurde der langjährige Parteifreund Gerold Sprung, und dieses im ersten Wahlgang.