Kommunalwahl-Programm 2016

Titelbild Wahlprogramm

Leben wie es mir gefällt

  • Gut Wohnen in bezahlbaren Wohnungen
  • Einkaufen: alles am Ort
  • Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen
  • Freizeit: für jeden etwas
  • Integration und gesellschaftliche Teilhabe von Flüchtlingen
  • Unterstützung von Initiativen zur Gründung eines Bürgerhauses
  • Als Orientierung für die Gemeindeentwicklung ist ein umfassendes Leitbild für
  • die Gemeinde Ganderkesee zu schaffen

Das heißt für unsere Gemeinde

  • Sozialen Wohnungsbau sowie Senioren und Singlewohnungen fordern und fördern
  • Ortskerne gestalten
  • Örtliche Unternehmen unterstützen
  • Vereine und Freizeiteinrichtungen fördern
  • Veranstaltungen ermöglichen
  • Wirtschaftsförderung (Neuansiedlung von Betrieben) fordern und fördern

  • Leben – wie es mir gefällt bedeutet, dass alle Menschen (egal ob Ureinwohner, zugezogener Deutscher oder zugewiesener Flüchtling) die Wahl haben sollen, ihr Leben in Ganderkesee so zu gestalten, wie sie es selbst wollen. Das beginnt bei der Wahl:
    Wie will ich wohnen?
    Muss ich wegziehen, wenn ich ein Single bin und kein Haus kaufen will? Oder bietet der Ganderkeseer Wohnungsmarkt auch für mich die passende Möglichkeit.
  • Sozialer Wohnungsbau ist die notwendige Ergänzung zu den Angeboten des Wohnungsmarktes.
  • Zum Wohnen gehört natürlich auch die passende Infrastruktur: Einkaufmöglichkeiten in einem Ortskern, der auch eine gute Aufenthaltsqualität hat. Die Aufgabe der Politik ist hier, die Ortskerne entsprechend zu gestalten und damit indirekt die örtlichen Geschäfte zu fördern.
    Die SPD Ganderkesee wird sich auch weiterhin für den Erhalt und die Stärkung des innerörtlichen Einzelhandels im Ortszentrum stark machen. Bunte, interessante Orte bestehen aus einer Vielzahl kleiner Geschäfte und nicht aus wenigen Riesenmärkten. Orte ohne Einzelhandelsstruktur sind tote Orte, Orte mit einer lebendigen Einzelhandelsstruktur laden zum Bummeln ein. Ein lebendiges Ortszentrum ist Bestandteil der Infrastruktur, machen die Orte interessant für Besucher und auch für Menschen die Bauplätze, Häuser, Wohnungen suchen. Eine ausgewogene Einzelhandelsstruktur ist damit Bestandteil der sog. Aufenthaltsqualität. Dazu gehört z.B. auch ein kontinuierliches Leerstandmanagement, denn Leerstände können leicht zum Beginn eines Rattenschwanzes werden, den Beginn der Verödung der Zentren bedeuten, eine Abwertung der Orte nach sich ziehen. Für die SPD ist ergänzend zu einer ausgewogenen Nahversorgung die Stärkung der Ortszentren durch einen interessanten Branchenmix daher selbstverständlich. Dabei ist die bequeme Erreichbarkeit der Geschäfte gerade im Hinblick auf eine alternde Bevölkerung wichtiger als je zuvor.
  • Da der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern ein soziales Wesen ist, sind die Vereine und Freizeiteinrichtungen zu fördern, die Menschen die Begegnung, den Spaß und den Sport ermöglichen. Auch hier gilt, dass das Angebot möglichst breit sein soll, also nicht nur eine Form der Freizeitgestaltung zu fördern.  Für viele Gruppen fehlt es an Raum, um sich kostenfrei zu treffen. (Stolle nimmt schon 2 Euro pro Person!). Hier steht nach wie vor die Forderung aus dem Wahlprogramm 2011: ein Bürgerhaus zu schaffen.
  • Last not least geht es auch um Neuansiedlung von Betrieben:  einerseits, um das Angebot an Dienstleistungen für die Einwohner zu erhöhen, andererseits um auch Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Und da schießt sich der Kreis: wer hier Arbeit findet sollte hier auch gerne wohnen wollen und können – wer hier wohnt sollte auch hier Arbeit finden.

 

Besser ankommen

  • Verkehrsentwicklung für Alle
  • Barrierefreien öffentlichen Raum schaffen
  • Sicherer Schulweg
  • Leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr

Das heißt für unsere Gemeinde

  • Rad- und Fußwege ausbauen und erneuern
  • Barrierefreie Wege ausbauen und schaffen
  • Verkehrserziehung in Schulen und KiTas verbessern
  • Den Verein Bürgerbus weiterhin unterstützen
  • Mehr Zugverbindungen für die Gemeinde
  • Verbindungen der „Nachteule“ erhalten und ausbauen
  • Einrichtung von weiteren Kreisverkehren

  • Egal wer, egal wie: wenn sie unterwegs sind, sollen sie besser ankommen.
     
  • Zu Fuß: Fußwege müssen in einem Zustand gehalten werden, dass keine Stolperfallen im Pflaster haben. Sie müssen für Fußgänger, die einen Rollator benötigen nutzbar, also eben sein. Und sie müssen so breit sein, dass Kinderwagen oder Rollstühle sich auch passieren können.
     
  • Ebenso: Radfahrer und Fußgänger sollten sich nicht gegenseitig gefährden, weil der kombinierte Rad/Fußweg zu eng ist. Dies ist leider an vielen Stellen in der Gemeinde der Fall.
     
  • Radwege müssen ebenso regelmäßig ausgebessert, wie die Autostraßen.
     
  • Auto: in allen Ortsteilen sind neue Siedlungsgebiete erschlossen und bebaut worden. Die Verkehrsanbindung erfolgte in der Regel über die vorhandenen Straßen. Das hat dazu geführt, dass die Aufnahmefähigkeit einiger Straßen und Kreuzungen mehr als ausgeschöpft ist, dass richtige Engpässe nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten entstanden sind. 2015 ist ein Verkehrsentwicklungskonzept in Auftrag gegeben worden. Dieses muss 2016 mit breiter Bürgerbeteiligung entwickelt und in der nächsten Wahlperiode systematisch umgesetzt werden. Dazu gehört natürlich auch die Gestaltung der Ortskerne, in denen ein Nebeneinander  der verschiedenen Bewegungsarten ermöglicht werden muss.
     
  • Öffentlicher Nahverkehr:  Der öffentliche Nahverkehr muss aus verschiedenen Gründen ausgebaut werden: Mobilität ist ein wichtiger Faktor bei der Teilnahme am öffentlichen Leben. Insbesondere unter den Aspekten Klimaschutz und alternde Bevölkerung muss es auf dem flachen Lande eine Alternative zum Auto geben.
     
  • Hier spielt der Bürgerbus im Rahmen des VBN eine sehr wichtige Rolle. Auch darüber sind an den VBN die Forderungen zu stellen, dass die Taktung der Verbindungen zwischen den Ortsteilen und von hier in die Städte besser wird.
     
  • Dazu gehört auch die „Nachteule“ als Verbindung zu den Veranstaltungsorten, die Jugendliche besuchen.
     
  • Diese baulichen und verkehrstechnischen Ziele sind zu ergänzen Maßnahmen im Bereich der Verkehrserziehung in den KiTas und Schulen. Dabei sind im Rahmen von Elternarbeit die „Mamataxis“ mit einzubeziehen.

 

Bessere Bildung – Beste Chancen

  • KiTa - Basis von allem
  • Schulen weiterentwickeln
  • Weiterbildung auch vor Ort
  • Kultur leben und erleben
  • Orts und Heimatvereine unterstützen

Das heißt für unsere Gemeinde

  • KiTa und Hortplätze für alle
  • Flexiblere Betreuungszeiten für Kinder
  • Ganztagsangebote bereit stellen
  • Gute Ausstattung der Schulen und KiTas sichern
  • Kostenfreies Mittagessen in allen KiTas
  • VHS und Kultureinrichtungen stärken
  • Sprachförderung ausbauen

  • Bildung fängt  schon in der Kindertagesstätte an. Deshalb ist es uns sehr wichtig, ein gut ausgebautes Netz an Kindertagesstätten zu haben und somit für jedes Kind unserer Gemeinde einen Krippen- Kindergarten- oder Hortplatz vorzuhalten.  Ein weiterer Ausbau ist bei zunehmender Bevölkerung dringend erforderlich. Wir setzen uns dafür ein! Die Eltern sollen die Möglichkeit haben, auch mit Kindern berufstätig zu sein und ihre Kinder gut aufgehoben zu wissen. Es ist dafür unausweichlich, die Betreuungszeiten so flexibel wie möglich zu gestalten, sowohl in den Schulen und Horten als auch in den Kitas. Deshalb setzt sich die SPD für mehr Ganztagsangebote in allen Bereichen ein.
     
  • Damit eine qualitativ gute pädagogische Arbeit von den Fachkräften geleistet werden kann, wollen wir die Gruppenstärke in den Kitas und Krippen verkleinern und die sächliche Ausstattung erhöhen. Nur durch eine Verringerung des Erzieher-Kind-Schlüssels ist eine gute Qualität bei der Arbeit gewährleistet.
     
  • Genauso wichtig wie gute pädagogische Arbeit in den Kitas und Schulen ist ein gesundes und ausgewogenes  Mittagessen für alle Kinder. Wir setzen uns dafür ein, dass die Teilnahme am Mittagessen kostenfrei ist.
     
  • Uns ist wichtig, dass alle Kinder möglichst die gleichen Startvoraussetzungen in der Schule haben. Wir alle wissen, dass Sprache der Schlüssel zur guten Bildung ist, womit nicht nur das Sprechen sondern auch das  Verstehen gemeint ist. Deshalb fordern wir einen noch intensiveren Ausbau und die Finanzierung  von Sprachförderprogrammen durch das Land Niedersachsen, damit die Kinder in den Kitas noch besser auf die Schule vorbereitet werden können. Das wollen wir  für alle Kinder, nicht nur für Kinder mit Migrationshintergrund oder aus Flüchtlingsfamilien.
     
  • Wir brauchen kulturelle Erlebnisse und Begegnungen, um daraus Kraft  zu schöpfen. Sie steigern unsere Lebensqualität in einer stressbesetzten und schnelllebigen Zeit. Ob es Konzert- oder Theaterbesuche, Ausstellungen unterschiedlichster Art, Lesungen   oder Vorträge sind, Kultur ist ein wichtiges Gut, das wir in unserer Gemeinde fördern und erhalten  müssen. Sie macht unsere Gemeinde lebendig und vielfältig, lässt sich aber nicht in Exeltabellen oder Kosten- Nutzenberechnungen abbilden.  Will man ein gutes und ausgewogenes Kulturprogramm vorhalten so ist das nicht zum Nulltarif zu haben. Wir stehen dafür, dass Kultur für unsere Gemeinde sehr wichtig ist und durch die öffentliche Hand gefördert und finanziert werden muss.
     
  • Ebenso verhält es sich mit unserer Regio- VHS, die weit über die Gemeindegrenzen hinweg einen hervorragenden Ruf genießt. Nicht von ungefähr! Das vielfältige Angebot im Bereich der Erwachsenenbildung kann sich sehen lassen. Und auch das ist nicht zum Nulltarif haben. Damit die Regio VHS weiterhin so gute Arbeit leisten kann, dass sie als Aushängeschild für unsere Gemeinde steht, muss sie von der Politik gefördert werden. Die SPD steht zur Regio VHS und setzt sich für ihre Stärkung  ein.
     
  • Mit der Gemeindebücherei haben wir in Ganderkesee ebenfalls ein gutes Aushängeschild geschaffen. Die Renovierung der Räume in Ganderkesee und der Umzug in neue Räume in Bookholzberg und Schierbrok waren gute Entscheidungen, für die sich die SPD im Gemeinderat stark gemacht hat. Auch in Zukunft gilt es, die Gemeindebücherei zu fördern, damit sie interessant und ansprechend für alle Lesergruppen, von den Kindern bis zu den Senioren, bleibt.
  • In unserer Gemeinde gibt es eine Vielfalt unterschiedlicher Vereine, Gemeinschaften und Organisationen, in denen sich viele Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich engagieren. Die SPD schätzt den hohen ehrenamtlichen Einsatz sehr. Es ist wichtig, dass sich unsere Vereine  in die Belange der Orte und Bauerschaften  einbringen. Sie sind wichtige Ratgeber für die politischen Gremien, die später Entscheidungen treffen müssen. Deshalb unterstützen wir diese große ehrenamtliche Arbeit.

 

Gesund leben und gesund bleiben

  • Umweltfreundliche Landwirtschaft fördern
  • Naturschutz ausbauen
  • Gesundheitsversorgung für alle

Das heißt für unsere Gemeinde

  • Kinder- und Jugendgesundheit fördern
  • Zusätzliche Fachärzte in der Gemeinde ansiedeln
  • Klimaschutzkonzept weiterhin umsetzen
  • Keine weiteren Flächen für Windkraftanlagen
  • sorgsamer Umgang mit vorhandenen Ressourcen
  • Erhalt des natürlichen Landschaftsbildes

  • Gesund leben heißt zuallererst, die Rahmenbedingungen für gesundes Leben zu stärken. In unserer Gemeinde gibt es großzügige naturbelassene Gebiete, die zu ausgiebigen Spaziergängen, Fahrradtouren und zu sportlicher Betätigung an der frischen Luft einladen. Wir wollen  dafür sorgen, die Natur möglichst im jetzigen Zustand zu erhalten. Bestrebungen des Landes und Bundes, den Klimaschutz zu verbessern, die Energiewende voranzutreiben, sind in Ganderkesee zu unterstützen. Dabei muss aber auf die regionalen Belange Rücksicht genommen werden. Das bedeutet für die SPD Ganderkesee, keine weiteren Biogasanlagen mehr errichten, die zu einer weiteren „Vermaisung“ der landwirtschaftlichen  Flächen führen würden. Die Landwirtschaft muss in der Aufgabe gestärkt werden, gesunde Lebensmittel auf eine Art und Weise zu produzieren, dass das Grundwasser und die Böden nicht durch Überdüngung mit Schadstoffen belastet werden. Wir wollen Zurückhaltung bei der Genehmigung weiterer Ställe für Massentierhaltung. Ebenso setzen wir uns dafür ein, keine neuen Flächen für Windkraftanlagen in  unserer Gemeinde auszuweisen.
  • Seit 2011 haben wir in unserer Gemeinde ein integriertes Klimaschutzkonzept, für dessen Umsetzung ein Klimaschutzmanager eingesetzt ist.  Dass zu diesem Punkt auch eine weitere Förderung des Umweltbildungszentrums Hollen gehört, versteht sich für die SPD Ganderkesee von selbst. Hier können Kinder und Jugendliche in Seminaren den sorgsamen Umgang mit vorhandenen Ressourcen erlernen. Auch in Zukunft soll es für unsere Kindertagesstätten und Schulen ermöglicht werden, dass RUZ Hollen als Umweltbildungszentrum in Anspruch zu nehmen. Die SPD Ganderkesee unterstützt das in vollem Umfang.
  • Ebenso  wollen wir uns für die Förderung der Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen in Ganderkesee einsetzen.  Es gibt in Sportvereinen jede Menge Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, ihrem natürlichen Drang zu Bewegung nachzukommen. Dafür benötigen die Vereine positive Unterstützung aus den politischen Gremien. Nicht nur Bewegung ist ein wichtiger Schlüssel zu Gesundheit, auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist dafür unverzichtbar. Wir wollen Organisationen und engagierte Personen in Ganderkesee unterstützen, in Schulen und Kindertagesstätten zu gehen, um dort präventiv in Ernährungsberatung und Vermittlung von Kenntnissen über gesunden Umgang mit Lebensmitteln tätig zu sein.  Dabei spielt auch die Information von Eltern zu dieser Thematik eine wichtige Rolle.
  • Die ärztliche Versorgung hat sich in Ganderkesee in den letzten Jahren verbessert. Grundsätzlich ist anzustreben, dass sich weitere Fachärzte im Gemeindegebiet ansiedeln und dass der ärztliche Notdienst für unsere Einwohner auch in der Gemeinde Ganderkesee  angeboten wird. Hierfür  wollen wir uns stark machen.

 

Abschlusszeile Wahlprogramm
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Wahlprogramm mit Kandidaten im Wahlbereich 1 PDF 416 KB
Wahlprogramm mit Kandidaten im Wahlbereich 2 PDF 414 KB